Zusatzfragebogen zur Elternzeit

Das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V führt im Zeitraum vom 16.04.2018 bis 01.03.2019 eine Befragung zur Elternzeitnahme in M-V durch. Damit soll wissenschaftlich erforscht werden, welche Faktoren die Elternzeitnahme von Müttern und Vätern beeinflussen.

Innerhalb eines Projektes des Landesfrauenrates MV e.V. „Zeit im Zentrum“ erfolgte 2017 in Kooperation mit der Universität Rostock eine Datenanalyse von Elterngeldanträgen der Geburtsjahrgänge 2012 - 2014. Daraus ergab sich die Studie „Väter in Elternzeit in Mecklenburg-Vorpommern“.
Diese Studie zeigte auf, dass Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich ein Schlusslicht bildet bezüglich der Anzahl der Väter, die im betrachteten Zeitraum Elternzeit nahmen. Auch die Dauer der Elternzeitnahme von Vätern ist im Vergleich sehr gering. Um Mecklenburg-Vorpommern dahingehend etwas voran zu bringen, führt das Landeszentrum eine Sensibilisierungs- und Kommunikationsoffensive u.a. zum Thema „Mehr Väter in Elternzeit“ durch. Ziel ist es, auf der betrieblichen und partnerschaftlichen Ebene zu sensibilisieren und Aushandlungsprozesse zu forcieren, auch, um letztlich mehr Flexibilität für Frauen/Mütter bei der Ausübung einer vollzeitnahen Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Dies gilt natürlich auch für gleichgeschlechtliche Paare.

Um explizite Handlungsansätze speziell für M-V zu generieren, bedarf es allerdings einer erweiterten Datenlage als die, die den Elterngeldanträgen entnommen werden konnte. So ist es notwendig, auf wissenschaftlicher Basis und unter Einhaltung strengster Datenschutzbestimmungen, Daten und  Antworten auf Fragestellungen nach den Entscheidungskriterien für oder gegen die Elternzeitnahme von z.B. Vätern zu erhalten.

Vorhaben und Zweck:

  • Zusatzbefragung von Personen, die einen positiven Elterngeldbescheid erhalten im Zeitraum 16.04.2018 bis 15.04.2019.
  • Zweck: wissenschaftliches Forschungsvorhaben im öffentlichen Interesse zur Verbesserung der Datenlage hinsichtlich Entscheidungskriterien für bzw. gegen Elternzeitnahme in M-V zur Generierung von Handlungsempfehlungen zur Beförderung der Gleichstellung und Vereinbarkeit im Erwerbs- und Privatleben von Frauen und Männern


INFORMATIONEN ZUM DATENSCHUTZ:

Der Schutz und die Sicherheit von persönlichen Daten hat bei uns höchste Priorität. Wir halten uns strikt an das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), Landesdatenschutzgesetz (DSG M-V) sowie an geltende Datenschutzbestimmungen wie die Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO) ab Mai 2018.

1. Rechtsgrundlage für die Erhebung und Verarbeitung der personenbezogenen Daten

- §10 Landesdatenschutzgesetz Datenverarbeitung für wissenschaftliche oder historische Forschung. Es ist ein wissenschaftliches Forschungsvorhaben im öffentlichen Interesse. Es dient der Verbesserung der Datenlage hinsichtlich Entscheidungskriterien für bzw. gegen Elternzeitnahme in M-V zur Generierung von Handlungsempfehlungen zur Beförderung der Gleichstellung und Vereinbarkeit im Erwerbs- und Privatleben von Frauen und Männern.

2. Verantwortliche und Erreichbarkeit

Steffi Deutrich
Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V
Heiligengeisthof 3
18055 Rostock
Mail: deutrich@landesfrauenrat-mv.de
Tel.: 0381-375 8647

3. Pseudonymisierung der Daten

Die Elterngeldnummer ihres Fragebogens ermöglicht es uns, weiterführende zweckrelevante Daten, die uns vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) M-V zur Verfügung gestellt werden, für die Verarbeitung und Auswertung zusätzlich zum Fragebogen zu nutzen. Diese zusätzlichen Daten sind mithilfe der Elterngeldnummer pseudonymisiert. Die Verarbeitung aller uns zur Verfügung stehenden personenbezogenen Daten (Fragebogen und Daten vom LAGuS) erfolgt in einer Weise, dass die Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen  nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können. Diese zusätzlichen Informationen sind gesondert aufbewahrt und unterliegen technischen und organisatorischen Maßnahmen, die gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten nicht einer identifizierten oder indentifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden können. Siehe Art. 4 DSGVO Absatz 5; §10 Absatz 2 DSG M-V

4. zweckgebundene Datenverwendung

Wir beachten den Grundsatz der zweckgebundenen Datenverwendung und erheben, verarbeiten und speichern Ihre personenbezogenen Daten nur für den o.g. Zweck.  Eine Weitergabe an Dritte, zu kommerziellen oder nichtkommerziellen Zwecken, findet nicht statt.

5. Sicherheit Ihrer Daten

Ihre uns zur Verfügung gestellten persönlichen Daten werden durch Ergreifung aller technischen sowie organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen so gesichert, dass sie für den Zugriff unberechtigter Dritter unzugänglich sind. Unsere Arbeitsgrundlage: Art. 32 DSGVO Sicherheit der Verarbeitung, Art. 25 DSGVO Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen
 Wir sehen für die Versendung sowie den Transport nur  den Postweg vor. Unsere Mitarbeitenden sind zur Ver-schwiegenheit und zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen verpflichtet worden (Datengeheimnis). Alle an der Auswertung der Daten beteiligten Personen (eigene Mitarbeitenden und ggf. externe Dienstleister), welche ausschließlich nur auf Weisung der u.g. Verantwortlichen Daten verarbeiten dürfen, werden ebenfalls zur Verschwiegenheit und zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen verpflichtet. Das Datengeheimnis besteht auch nach Beendigung ihrer Tätigkeit fort. Unsere Arbeitsgrundlage: Art. 29 DSGVO Verarbeitung unter der Aufsicht des Verantwortlichen oder des Auftragsverarbeiters


6. Dauer der Datenspeicherung/Vernichtung

Alle eingegangenen Fragebögen werden nach der abgeschlossenen Auswertung vollständig vernichtet. Der elektronisch erfasste Datensatz bleibt als Grundlage der Auswertung auf einem für unbefugte Personen unzugänglichen Speichermedium mindestens bis zum 31.12.2020 (Ende der Projektlaufzeit) bzw. für die Dauer von Aufbewahrungsfristen für ESF-geförderte Projekte erhalten. Wir berücksichtigen die einschlägigen Richtlinien und Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau in der Verarbeitung und Sicherung der Daten zu gewährleisten.

7. Teilnahme und Rechte

Die Teilnahme an der Befragung erfolgt freiwillig. Aus einer Nicht-Teilnahme oder Teilnahme, aus der Erhebung und Verarbeitung der Daten ergeben sich keine Auswirkungen für teilnehmende oder nichtteilnehmende Personen. Sie haben folgende Rechte, um die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu kontrollieren und ggf. dagegen vorzugehen:

  • Das Recht auf Anfrage Auskunft darüber zu erhalten, ob und wie wir Ihre Daten verarbeiten (Art. 15 DS-GVO)
  • Falls wir falsche oder unvollständige Daten zu Ihrer Person verarbeiten, haben Sie das Recht, Berichtigung oder Ergänzungen zu verlangen (Art. 16 DS-GVO)
  • Sie können beantragen, dass wir Ihre personenbezogenen Daten löschen (Art. 17 DS-GVO).
  • Sie können beantragen, dass wir Ihre Daten außer zu speichern nicht mehr verarbeiten dürfen, (Art. 18 DS-GVO)
  • Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung Widerspruch einzulegen (Art. 21 DS-GVO)
  • das Recht zur Beschwerde beim Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern