Neuer Leitfaden zum Mutterschutz veröffentlicht

Mit einer umfangreichen Reform des Mutterschutzgesetzes sind Anfang 2018 wichtige Verbesserungen in Kraft getreten.

Zum 1. Januar 2018 sind umfängliche Änderungen im Mutterschutz in Kraft getreten. Über die Neuregelungen informiert die Broschüre "Leitfaden zum Mutterschutz". Das Mutterschutzgesetz gilt jetzt auch für Schülerinnen und Studentinnen, Entwicklungshelferinnen, Frauen im Bundesfreiwilligendienst oder arbeitnehmerähnliche Selbstständige. Außerdem sind privat krankenversicherte selbstständige Frauen während der Schutzfristen finanziell besser abgesichert.

Nach der Geburt eines Kindes mit Behinderung können Mütter bei entsprechendem Antrag die Schutzfrist nun von acht auf zwölf Wochen verlängern. Der Kündigungsschutz bei einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche wurde eingeführt.

Die Regelungen zum Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit wurden branchenunabhängig gefasst. Auch die Regelungen zum Verbot der Mehrarbeit wurden um eine besondere Regelung zur höchst zulässigen Mehrarbeit in Teilzeit-Beschäftigungsverhältnissen ergänzt. Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wurde ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt. Unter anderem muss die Frau sich ausdrücklich bereit erklären, nach 20 Uhr arbeiten zu wollen.

Quelle: BMFSFJ, Aktuelle Meldungen vom 16.08.2018