Stefanie Drese zum Internationalen Frauentag

Ministerin Drese wirbt für mehr familienorientiertere Arbeitszeitgestaltung

„Ich möchte dazu anregen, die partnerschaftliche Aufgabenverteilung im Familien- und Berufsalltag neu zu denken und fair zu verteilen.“ Gleichstellungsministerin Stefanie Drese spricht sich zum Internationalen Frauentag dafür aus, die Anstrengungen für eine echte Gleichberechtigung von Frauen und Männern weiter zu erhöhen.

Drese: „Wir brauchen z.B. eine familienorientiertere Arbeitszeitgestaltung, möglichst bedarfsgerecht und zugeschnitten auf individuelle Lebensumstände. Mehr Zeit für die Familie ist der Wunsch von immer mehr erwerbstätigen Vätern, während viele Mütter sich gerne stärker beruflich engagieren wollen.  

Dafür sind flexible Zeitkonzepte in Unternehmen und Betreuung notwendig. „Familienfreundlichkeit wird zunehmend zum wichtigen Standortfaktor der Fachkräftesicherung und -gewinnung“, so Drese. Es gehe zudem um Aushandlungsprozesse in Fragen der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienleben, innerhalb einer Partnerschaft, zwischen Unternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so die Ministerin.

Staatliche Leistungen wie Elterngeld und Elternzeit unterstützen die partnerschaftliche Aufteilung. Diese Leistungen nehmen auch immer mehr Männer in Anspruch. 2017 ging bereits jeder dritte Vater in Elternzeit – allerdings selten länger als zwei Monate. Im Umkehrschluss heißt das, dass immer noch die Frauen, die meiste Zeit für die Familie und die Betreuung der Kinder aufbringen.

Drese: „Es bleibt also auch 108 Jahre nach dem ersten Frauentag und 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts noch viel zu tun für eine echte Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft.“

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung, Pressemitteilung Nr. 039 vom 07.03.2019