Drese: Männer in Elternzeit sind Vorbilder

Väter in Elternzeit nehmen in M-V zu.

Mehr Väter in Mecklenburg-Vorpommern beziehen Elterngeld. Insgesamt 6.884 Männer erhielten 2019 die unterstützende Familienleistung. Sozialministerin Stefanie Drese begrüßt diese Entwicklung: „Das sind im Vergleich zum Vorjahr weitere 450 Väter, die sich dafür entschieden haben, gemeinsam mit der Partnerin für das Kind da zu sein. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist die Zahl männlicher Elterngeldbezieher sogar um sehr beachtliche 2.431 Väter gestiegen“, sagte Drese am 19.03.20 in Schwerin.

„Die zunehmende Zahl von Familienvätern sind auch neue Vorbilder für andere Väter hier in unserem Land“, so Drese.

Denn viele Männer würden gern in Elternzeit gehen, setzen es aber praktisch nur selten um. Häufig fehle es an positiven Beispielen aus dem eigenen Umfeld, so die Ministerin. „Die Zahlen zeigen, dass heutzutage in den Familien mehr Partnerschaftlichkeit gelebt wird. Das ist eine tolle Entwicklung. Trotzdem sind es immer noch die Frauen, die den größten und längsten Einschnitt in ihre Erwerbsbiografie verzeichnen“, so Drese.

So zeigen die Daten des Statistischen Bundesamtes, dass Frauen 13,4 Monate zu Hause bleiben, während Männer dies nur 3,4 Monate tun.

Seit 2007 besteht die Familienleistung Elterngeld. Seither nutzen immer mehr Frauen und Männer dieses Angebot. Auch 2019 wurden wieder mehr Anträge bewilligt. So stieg die Zahl der Mütter und Väter im Vergleich zum Vorjahr um 200 auf genau 29.982.

Hintergrund:

Das Elterngeld ist eine der erfolgreichsten und beliebtesten familienpolitischen Leistungen. Es sichert die wirtschaftliche Existenz der Familien und hilft Vätern und Müttern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Das ElterngeldPlus erkennt insbesondere die Pläne derjenigen an, die schon während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Mütter und Väter haben damit die Möglichkeit, länger als bisher Elterngeld in Anspruch zu nehmen. Sie bekommen doppelt so lange Elterngeld (in maximal halber Höhe) und können so ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen. Aus einem bisherigen Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate.

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Pressemitteilung Nr. 054 vom 19.03.2020