Jugendbefragung: großes Potenzial für Erzieher- und Pflegeberufe

Soziale Berufe sind für Jugendliche grundsätzlich attraktiv. Knapp ein Viertel kann sich vorstellen, in der Kindertagesbetreuung (24 Prozent) bzw. Pflege (21 Prozent) zu arbeiten. Beide Berufe werden als anspruchsvoll und abwechslungsreich betrachtet.

Rund ein Viertel aller Jugendlichen kann sich vorstellen, in einem sozialen Beruf zu arbeiten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des SINUS-Instituts im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Die wichtigsten Kriterien der Jugendlichen für die Berufswahl werden allerdings nur teilweise erfüllt: sie bewerten die Weiterentwicklungs- und Karrierechancen kritisch und nehmen das Gehalt als zu gering wahr. Das sind die Ergebnisse der repräsentativen Jugendbefragung „Kindertagesbetreuung und Pflege – attraktive Berufe?“. Die Zahlen wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom SINUS-Institut erhoben.Knapp ein Viertel der befragten Jugendlichen kann sich vorstellen, in der Kinder-tagesbetreuung (24 Prozent) bzw. Pflege (21 Prozent) zu arbeiten. Davon ist jeweils eine Kernzielgruppe (6 Prozent Kita, bzw. 4 Prozent Pflege) sehr interessiert und kann als bereits erreicht charakterisiert werden.

Die weiteren 18 Prozent (Kita) bzw. 17 Prozent (Pflege) sind als Potenzialzielgruppe grundsätzlich interessiert, müssen aber noch stärker aktiviert werden.

Weitere 26 Prozent (Kita) bzw. 20 Prozent (Pflege) sind aktuell nicht an einer Tätigkeit in einem dieser Berufe interessiert, aber am Berufsfeld insgesamt (das heißt Soziales/Pädagogik und Gesundheit/Pflege).

Quelle: Newsletter Klischeefrei Ausgabe 7 vom 22.07.2020