Väter Ausstellung in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Ausstellung „Greifswalder Väter“ an vier Orten in der Innenstadt: Männer sprechen über Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Zurzeit lohnt es sich, mit offenen Augen durch die Greifswalder Innenstadt zu laufen. Unter dem Titel „Greifswalder Väter“ werden noch bis Ende Februar an vier Orten Plakate und Porträts gezeigt, die das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Rolle der Väter aufgreifen: im Schaukasten Kiosk am Mühlentor, am Sozio-kulturellen Zentrum St. Spiritus, vor dem Pommerschen Landesmuseum und im Schaufenster Lange Straße/Ecke Martin-Luther-Straße.

Schüler*innen der Grafik-Design-Klasse GD 18 der Medien- und Informatikschule haben sich mit den Themen ein Schulhalbjahr lang beschäftigt. Auf den Plakaten wird aus der Sicht der Auszubildenden deutlich, wie die Rolle des Vaters wahrgenommen wird. Außerdem wurden durch die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt und des Landkreises Väter porträtiert und interviewt. Die Männer beschreiben, wie sie Alltagsfragen innerhalb ihrer Familie lösen, wie sie die Elternzeit erlebt haben, welche schönen Momente sich in der Elternzeit ergeben haben und vor welchen Herausforderungen sie standen. Außerdem formulieren sie, welche Wünsche sie an die Gesellschaft haben, damit eine gleichberechtigte Teilhabe beider Elternteile möglich ist.

Die Ausstellung wurde durch die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt und des Landkreises V-G initiiert, denn Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist längst kein alleiniges Frauenthema mehr – vielmehr betrifft es alle Eltern. Immer mehr Väter wollen gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich partnerschaftlich an der Familienarbeit beteiligen. Väter wollen verstärkt ganz selbstverständlich Elternzeit nehmen können – auch über die schon häufig üblichen zwei Monate hinaus. Das Thema Vereinbarkeit ist insofern längst für Eltern insgesamt zu einem wichtigen Thema geworden. Diesen Wünschen stehen jedoch noch immer tradierte Rollenbilder und entsprechende Unternehmenskulturen oder auch -strukturen im Weg. Um darauf aufmerksam zu machen, wurde die Ausstellung in Kooperation mit der Grafik- und Medienschule sowie dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald vorbereitet. Die Plakate der Studierenden sind im Landratsamt (Feldstraße 85) ausgestellt und können hoffentlich bald auch durch Interessierte besichtigt werden. Die Plakate der Schüler*innen sowie die Väter-Portraits sind noch bis Ende Februar in der Greifsswalder Innenstadt zu sehen.

Quelle: Pressemitteilung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald vom 08.02.2021