30 Jahre GFMK: Einsatz für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Zum abschließenden Austausch im Jahr 2021 trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer zur Herbsttagung der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen, -minister, -senatorinnen und -senatoren (GFMK) am 10. und 11. November in Schwerin.

Im Rahmen ihres Vorsitzes in diesem Jahr erinnerte Gleichstellungsministerin Stefanie Drese in ihrem Grußwort an das 30-jährige Jubiläum der GFMK. Am 7. November 1991 fand in Potsdam die konstituierende Sitzung statt. „30 Jahre GFMK – das bedeutet drei Jahrzehnte Kampf für mehr Gleichberechtigung und Teilhabe und Einsatz um mehr Einfluss auf politische Entscheidungen“, erinnerte Drese.

Viel sei gleichstellungspolitisch schon erreicht worden, doch Vieles sei noch zu tun, so Drese. Mecklenburg-Vorpommern habe deshalb seinen Schwerpunkt im Vorsitz-Jahr auf mehr partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familien-Arbeit gelegt. „Uns geht es darum, deutlich zu machen: Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit ist kein Frauenthema, sondern Frauen und Männer, Unternehmen und Sozialpartner müssen gemeinsam Lösungen erarbeiten. Und die staatlichen Ebenen müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, verdeutlichte Drese.

Als konkrete Beispiele benannte die GFMK-Vorsitzende die weitere Ausgestaltung der Arbeitszeitflexibilisierung (z.B. Home-Office), den Abbau von einkommenssteuerlichen Anreizen, die eine traditionelle Aufgabenteilung fördern (z.B. Ehegattensplitting) und die stärkere Inanspruchnahme von Elterngeld und Elternzeit durch Väter. Im Bereich der öffentlichen Infrastruktur stünden der Ausbau einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen, flexiblen und idealerweise beitragsfreien Kinderbetreuung, die Stärkung der pflegerischen Infrastruktur sowie Maßnahmen zur Inanspruchnahme von externen Dienstleistungen im Mittelpunkt, so Ministerin Drese.

Im Jahr 2022 übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg den Vorsitz. Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank betonte: „Ich freue mich, dass Hamburg nun den Staffelstab übernimmt. Die GFMK ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Gleichstellungspolitik. Als Vorsitzland der GFMK 2022 wollen wir strukturelle Veränderungen anstoßen, die es Frauen ermöglichen, finanziell unabhängiger zu sein, in der Carearbeit entlastet zu werden und den jüngsten Rollbacks in der Gleichstellung der Geschlechter entgegenwirken. Eine starke, innovative Gesellschaft braucht die Gleichstellung von Frauen und Männern. Wir wollen uns daher vor allem für eine nachhaltige und krisenfeste Gleichstellungspolitik einsetzen, um die Gleichstellung der Geschlechter – auch in Krisenzeiten – voranzubringen und zu gewährleisten.“

Eine Übersicht zu den Beschlüssen der GFMK 2021 findet sich unter: https://www.gleichstellungsministerkonferenz.de/Beschluesse.html

 

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung, Pressemitteilung  Nr. 217 vom 11.11.2021