Rollenstereotype

Sobald

lassen sich Menschen von Geschlechter- und Rollenstereotypen leiten. Dies geschieht zumeist unbewusst, denn Vorstellungen über Anzahl, Möglichkeiten und Fähigkeiten der Geschlechter lernen wir nebenbei. Bedauerlich dabei ist, dass wir in diesen Situationen die Interessen, Begabungen und Bedürfnisse der Personen, mit denen wir gerade im Kontakt sind, aus dem Blick verlieren.

Die Folgen sind u.a.:

Rollenstereotypes Lernen geschieht von klein auf in unterschiedlichsten Variationen – oft schon in der Familie, mannigfaltig im Kindergarten und in der Schule, aber auch in der Peer-Group, im Ausbildungsbetrieb, an der Universität, am eigenen Arbeitsplatz und schließlich in der eigenen Partnerschaft. Gibt es keine Reflexion über Geschlechterhierarchien sowie über geschlechtsspezifische Sozialisation und deren Auswirkungen wird dieser Kreislauf stets von neuem aktiviert.

INFORMIEREN UND DISKUTIEREN

In Veranstaltungen und Beiträgen informiert und diskutiert das LZGV über geschlechtsspezifische Sozialisation und deren Auswirkungen, über Rollenvorbilder und Partnerschaftsmodelle.
Gesellschaftliche Akteur:innen, die ein Umdenken in Unternehmen, Familien und Verwaltung voranbringen können (z. B. Wirtschaftsverbände, Kammern, Familienzentren, Gewerkschaften, Gleichstellungsbeauftragte), sollen noch stärker die Vorteile vermittelt werden, die in der Erweiterung des Handlungsspektrums junger Menschen liegen, z. B. bei der Berufswahl oder der Übernahme von mehr Familienverantwortung durch Männer.

Dies erfolgt zielgruppenorientiert u. a. auf Basis und mit folgenden LZGV-Materialien:


WISSEN ZUR ELTERNZEITNAHME IN M-V VERTIEFEN
 
Im Rahmen von 5-10 qualitativen Interviews wird die partnerschaftliche Aushandlung rund um die Elternzeit thematisiert. Damit sollen einerseits inhaltliche Lücken geschlossen werden, die die beiden bisher durchgeführten Studien „Väter in Elternzeit in Mecklenburg-Vorpommern“ (2017) und „Apropos Partnerschaft – Einflussfaktoren auf die Elternzeitnahme in Mecklenburg-Vorpommern“ (2020) offen gelassen haben. Andererseits bieten die Interviews die Gelegenheit weiterführende Fragestellungen zu beantworten. Bisher offen bleibt etwa die Ausdifferenzierung der betrieblichen Gründe, die die Elternzeitnahme von Müttern und Vätern in Mecklenburg-Vorpommern beeinflussen. Diese betrieblichen Gründe können z. B. in der Angst vor Sanktionen durch Arbeitgeber*innen und der Stigmatisierung durch Kolleg*innen liegen oder auch in gelungenen Vereinbarkeitsstrategien von Unternehmen. Ein tiefgreifenderes Verständnis, das diese inhaltlichen Lücken schließt, bietet sowohl die Möglichkeit eines Erkenntnisgewinns zur Elternzeitnahme von Müttern und Vätern, als auch noch klarere Ansatzpunkte diesbezüglich zu identifizieren und Handlungsempfehlungen herauszuarbeiten.