Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben

Sowohl Frauen als auch Männer stehen täglich vor der Aufgabe, die Anforderungen des Erwerbslebens mit den Wünschen und Bedürfnissen ihres Privatlebens in Einklang zu bringen. Dies gilt nicht nur unabhängig vom Geschlecht, sondern sowohl für Menschen mit als auch ohne Sorgeverantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Ehrenamtliches Engagement, Weiterbildungen oder Möglichkeiten zur Erholung sind weitere mögliche Vereinbarkeitsanliegen.

Frauen stehen aktiv im Erwerbsleben, Männer sehen sich selbst mehr in der Verantwortung für die Familie - gleichzeitig wünscht sich eine Mehrheit von 60 Prozent der Paare eine gleichberechtigte Beziehung, in der Erwerbs- und Sorgearbeit fair verteilt sind. Um das zu erreichen ist es notwendig, Verhandlungen zur innerfamiliären Arbeitsverteilung fair und "auf Augenhöhe", also partnerschaftlich, zu führen.

Partnerschaftliche Vereinbarkeitsverhandlungen sind auch im betrieblichen Kontext der Schlüssel zum Erfolg. Denn ob es einem Unternehmen gelingt, ausreichend Fachkräfte zu finden, hängt in immer stärkerem Maße davon ab, wie offen es für die Vereinbarkeitswünsche von Frauen und Männern ist, inwiefern es gelingt, Vereinbarkeitsfragen mit Arbeitnehmenden partnerschaftlich zu lösen. Darüber hinaus setzen Unternehmen z.B. bei der Arbeitszeitgestaltung oder durch familienorientierte Angebote die Rahmenbedingungen, unter denen Mütter und Väter die Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit arrangieren müssen.

Auf struktureller und betrieblicher Ebene thematisiert das Landeszentrum partnerschaftliche Aushandlungsprozesse. Unsere Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Kommunikationsoffensive "Apropos Partnerschaft - Macht´s gemeinsam", der Arbeit im Bereich der kommunalen Zeitpolitik sowie unserer aktuellen Elternzeitstudie verbreiten wir bei Akteur:innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

Dies erfolgt zielgruppenorientiert u. a. mit folgenden Materialien: